Bauwirtschaft trotz Corona-Krise auf gutem Weg
(Grafik: © Statistisches Bundesamt, Destatis, 2021) Die Bauwirtschaft in Deutschland ist im Großen und Ganzen bisher gut durch die Coronapandemie gekommen und dürfte auch in den nächsten Jahren solide Wachstumsraten verzeichnen. Unter dem Strich rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit einer deutlich wachsenden Bauleistung bis 2022. Die Baukonjunktur ist eine Stütze der deutschen Wirtschaft und wird auch in den kommenden Jahren zum Wachstum beitragen. Das Bauvolumen ist im vergangenen Jahr nominal um vier Prozent auf etwa 444 Milliarden Euro gestiegen. Obwohl sich die Wachstumsrate damit im Vergleich zum Vorjahr halbierte, ist die Bauwirtschaft weitaus weniger krisengeschüttelt als viele andere Branchen. Für dieses und das kommende Jahr ist ein weiterer Anstieg der Bautätigkeit zu erwarten. Nach wie vor wird vor allem in den Neubau von Wohngebäuden investiert. Die Wachstumsraten der Jahre 2020 bis 2022 von gut fünf, vier beziehungsweise fünfeinhalb Prozent können sich sehen lassen. Die lediglich kleine Wachstumsdelle ist darauf zurückzuführen, dass die Bauunternehmen ihre Arbeit bisher zu keiner Zeit einstellen mussten, sondern unter Hygieneauflagen fortführen konnten. Positiv wirken sich außerdem die weiterhin historisch günstigen Wohnungsbaukredite aus. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes bestätigen diese Entwicklung. Im November 2020 wurde in Deutschland der Bau von 32.531 Wohnungen genehmigt. Das waren 8,9 Prozent mehr als im November 2019. Für den Zeitraum Januar bis November 2020 ergibt sich ein Anstieg um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stieg um 17,5 Prozent und für Mehrfamilienhäuser um 3,0 Prozent.

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